Jean-Louis Lacoste

Domaine Nigri

Die Domaine Nigri liegt an den Hängen des Pyrenäenvorlands und ist ein traditionsreiches Weingut der Appellation Jurançon. Es wurde 1685 rund um ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert gegründet und wird heute in vierter Generation von der Familie Lacoste geführt. Der 15 Hektar große Weinberg (oder : Die 15 Hektar großen Weinberge ) mit Ausrichtung nach Süden, Südosten und Südwesten wird / werden biologisch bewirtschaftet – mit Anbaumethoden, die Umwelt, Mensch und Rebe gleichermaßen respektieren.

  • Die Rebsorten Gros Manseng und Petit Manseng sind – wie in der gesamten Appellation – stark vertreten und bilden das Fundament des Weinguts. Was dem Weingut jedoch eine besondere Identität verleiht – neben der geologischen Vielfalt der Böden –, ist die Leidenschaft von Jean-Louis Lacoste für kaum bekannte autochthone Rebsorten wie Camaralet und Lauzet, die im Pyrenäenvorland gedeihen. Diese seltenen, empfindlichen und launischen Sorten versteht er meisterhaft zu vinifizieren, um originelle Cuvées mit eigenständigem Charakter und einer beeindruckenden aromatischen Komplexität zu schaffen.

  • Die Wiederbelebung der Rebsorten Lauzet und Camaralet: Wenn die Vergangenheit im Herzen des Jurançon wieder lebendig wird

    An einem regnerischen Aprilmorgen mache ich mich auf den Weg ins Béarn, zwischen den Ausläufern der Pyrenäen und den Kiesufern des Gave de Pau. Mein Ziel: Monein, ein symbolträchtiges Dorf der Appellation Jurançon. Ich besuche Jean-Louis Lacoste, einen Winzer, der leidenschaftlich mit seinem Terroir verwurzelt ist und es geschafft hat, Rebsorten aus einer vermeintlich vergessenen Vergangenheit wiederzubeleben. Hier lässt Jean-Louis ein vergessenes pflanzliches Erbe aufleben und schafft Jahrgang für Jahrgang Weine von lebendiger Einzigartigkeit.
    Er gehört zu jenen Alchemisten, die Trauben in Gold verwandeln können. Zu jenen Begegnungen, die einen auf dem Weg des Weinwissens bereichern. Und heute, trotz des trüben Wetters, bin ich sicher, dass die Verkostung seiner neuesten Jahrgänge ein wenig Sonne bringen wird.
    Nach zwei Stunden Fahrt durchquere ich Monein, bevor ich den von Wasser durchströmten Chemin Lacoste hinauffahre, um vor dem großen Holztor zu stehen, das in den Innenhof eines stattlichen Gebäudes mit sichtbaren Kieseln führt, typisch für die Region. Ich klingele. Jean-Louis’ Mutter empfängt mich: „Er müsste gleich da sein, er bereitet gerade noch ...

    Den vollständigen Bericht findest du in der digitalen Broschüre der Wein[demia]box Nr. 1

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