Bastien Lanusse

Château du Pouey

Gelegen im Gers, gegenüber der Pyrenäenkette, erstreckt sich das Château du Pouey über 24 Hektar biologisch bewirtschafteter Rebflächen. Dieses Weingut mit den Appellationen Madiran, Pacherenc und Côtes de Gascogne profitiert von einem privilegierten Klima und zwei unterschiedlichen Terroirs (lehmig-schluffig-kiesig, sowie tonig mit Geröll).

  • Diese Besonderheiten bieten den emblematischen Rebsorten des Weinguts (Tannat, Cabernets, Mansengs) ein außergewöhnliches Reifepotenzial und verleihen den Weinen Mineralität, Frische und Kraft.
    An der Spitze des Familienweinguts steht Bastien Lannusse, der die vierte Generation vertritt. Im Jahr 2012 vollzog er eine bedeutende Wende, indem er unabhängiger Winzer wurde, um seine eigene Produktion selbst zu vinifizieren und zu vermarkten. Als leidenschaftlicher Verfechter des Lebendigen verfolgt er einen ganz eigenen Ansatz: Das Weingut verzichtet vollständig auf Barriques. Ausschließlich in Tanks (Edelstahl, Beton, eiförmig) oder in Amphoren ausgebaut, offenbaren seine „abseits bekannter Pfade" erzeugten Weine, die reine Identität seiner Rebsorten. Sie entfalten sich in drei Kollektionen, die von seinen tiefen, naturverbundenen Überzeugungen inspiriert sind.

  • Die natürliche Eleganz eines Madiran der neuen Generation

    August 2022. Es war ein wunderbarer Sommerabend im Kreis von Freunden, die ich glücklicherweise in jedem Urlaub wiedersehe. Stéphanie, unsere Gastgeberin, hatte einen Madiran ausgewählt. Er sollte zu den Entenbrüsten passen, die bereits auf dem Grill auf uns warteten – eine klassische Kombination von Speise und Wein in dieser Region. Auf den Tisch kam ein roter „Solis“ vom Château du Pouey. Eine Flasche, die ich bis dahin nicht kannte, die sich jedoch als echte Offenbarung herausstellte. Ich entdeckte darin einen Madiran, der zwar den typischen Charakter seiner traditionellen Rebsorte, dem Tannat, bewahrte, gleichzeitig aber eine ganz eigene Identität offenbarte. Er besaß dieses gewisse Etwas – eine Leichtigkeit, Fruchtigkeit und Frische, wie ich sie bei dieser Appellation, deren Weine sonst meist deutlich rauer und schwerer sind, noch nie erlebt hatte.
    Stéphanie erzählte mir, dass sie bei einem Ausflug in der Gegend eher zufällig am Weingut vorbeigekommen war und die Gelegenheit für eine kurze Verkostung im Keller genutzt hatte. Begeistert von den Weinen und von Bastiens Leidenschaft für seine Arbeit, sein Gut und die Rebsorten, nahm sie direkt einige Flaschen für zu Hause mit.
    Wie man sieht, führt der Zufall oft zu den besten Ergebnissen. Ein Zufall für Stéphanie – für mich der Auslöser für einen Reiseplan: Ich musste demnächst selbst dort vorbeischauen, um Bastien kennenzulernen und ...


    Den vollständigen Bericht findest du in der digitalen Broschüre der Wein[demia]box Nr. 2

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